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In Baden gibt es zwei bedeutende Fundstätten tertiärer Wirbeltiere: Öhningen am Bodensee und Höwenegg im Hegau.
Wir präsentieren Ihnen ein Lebensbildnis aus dem Jungtertiär: Auf etwa 11 Millionen Jahre datiert man die fossilen Überreste der Tiere und Pflanzen, die am Abhang des erloschenen Vulkans Höwenegg im Hegau ausgegraben wurden. Zur damaligen Zeit herrschte ein warmes Klima in Südwestdeutschland, und eine Vielfalt von Säugetieren lebte im Gebiet um den Vulkan. Neben Säbelzahntiger und Riesenfaultier beeindruckt vor allem das Rüsseltier Deinotherium durch seine Größe und Gestalt.
Berühmt geworden ist Höwenegg durch das Hipparion, ein Huftier der Steppen und Savannen, das vermutlich in großen Herden lebte, ähnlich den heutigen Zebras. Eines der zehn gefundenen Skelette ist hier in einer Rekonstruktion der Grabstätte ausgestellt.
Nicht weniger reichhaltig ist die Tier- und Pflanzenwelt der Fossilfundstelle Öhningen am Bodensee. Vor ungefähr 13 Millionen Jahren tummelten sich im Öhninger See Fische, Amphibien und Reptilien. Sie alle sind uns in einem erstklassigen Erhaltungszustand überliefert. Aber auch Fossilien von Pflanzen, Insekten und Säugetieren, die einst im Uferbereich lebten.
Eine Besonderheit ist der Riesensalamander Andrias scheuchzeri, der im Jahr 1726 von dem Züricher Arzt Jakob Scheuchzer als Skelettrest eines in der Sintflut ertrunkenen "armen Sünders" gedeutet wurde. Heute weiß man, dass dieses Tier zur Gattung der Riesensalamander gehört, die nur noch an wenigen Stellen in China und Japan vorkommen. Diese Riesenlurche werden bis zu 150 Zentimeter lang und mehr als 12 Kilo schwer und ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Fröschen und Krebsen. In der Ausstellung ist ein lebender chinesischen Riesensalamander (Andrias davidianus) zu sehen.
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