Die Terrarien des Vivariums geben einen interessanten Einblick in die Vielfalt der Reptilien und Amphibien tropischer Lebensräume. Der Betrachter wird durch den Anblick der Tiere, umgeben von naturgetreuer Dekoration und üppigem Bewuchs, mitten in den Regenwald, Galeriewald oder in die Steppe tropischer Gefilde versetzt.
In zwei Paludarien wird der Terrarienteil durch ein Aquarium mit Fischen aus der gleichen Heimat ergänzt - es entsteht der Eindruck einer Ufersituation im Urwald. Auch die Terrarienbewohner wie Krokodiltejus (Dracaena guianensis), Winkelkopfagamen (Hypsilurus dilophus) oder Auffenbergs-Warane (Varanus auffenbergi) genießen das großflächige Aquarium und nutzen es regelmäßig für ausgedehnte Bäder.
Eher trocken lieben es unsere Felsen-Klapperschlangen (Crotalus lepidus klauberi) oder die skurrilen Spinnengeckos (Agamura persica) aus dem Vorderen Orient. Es lohnt sich auch das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) genauer zu betrachten, das mit seinem Farbenspiel, den einzeln beweglichen Augen und der langen Fang-Zunge einiges zu bieten hat.
Wer genauer hinsieht, entdeckt im gleichen Terrarium auch die halb eingegrabenen Tomatenfrösche (Dyscophus guineti), die mit der roten Farbe ihrem Namen alle Ehre machen. Zusammen mit Buntfröschchen (Mantella spp.) aus Madagaskar, sowie Pfeilgiftfröschen (Dendrobates spp., Phyllobates spp.) und Tropfenkröten (Bufo guttatus) aus Südamerika vertreten sie im Vivarium die Klasse der Amphibien.
Nebenan können die geheimnisvoll wirkenden Baumpythons (Morelia viridis) aus Neuguinea betrachtet werden. Tagsüber liegen sie in typischen Schlingen auf Ästen und werden (wie viele Schlangen) erst in der Nacht aktiv. Das gleiche Verhalten zeigen auch unsere zwei Vertreter der giftigen Lanzenottern: Waglers Lanzenotter (Tropidolaemus wagleri) aus Malaysia und Schlegels Lanzenotter (Bothriechis schlegelii) aus Mittelamerika.
Der Pflegeaufwand bei den Terrarien wird auf höchstem Niveau betrieben um das Wohlbefinden der Tiere sicherzustellen. Die enormen Nachzucht-Erfolge der vergangenen Jahre zeigen, dass sich dieser Aufwand lohnt. Regelmäßig werden verschiedene Pfeilgiftfrösche, Warane, Geckos, Lanzenottern oder Baumpythons nachgezogen. Zu den besonderen Highlights der letzten Jahre gehört der Zuchterfolg bei Zipfelfröschen (Megophrys nasuta), Tropfenkröten (Bufo guttatus), Waglers Lanzenottern (Tropidolaemus wagleri), Fühlerschlangen (Erpeton tentaculatum), Winkelkopfagamen (Hypsilurus dilophus) und Mexikanischen Helmleguanen (Corytophanes hernandezi).
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