Forschungsschwerpunkte des Referates
Geologie, Mineralogie und Sedimentologie

Schwerpunkt kontinentale Sedimentations- und Lebensräume

Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt derzeit auf Stratigraphie, Sedimentologie und Faziesanalyse kontinentaler Sedimentations- und Lebensräume in den geologischen Zeitabschnitten Permokarbon und Permotrias.  Es wird untersucht, welche Zusammenhänge zwischen der geotektonischen Position der Sedimentationsräume, der Evolution der biotischen und abiotischen Einflussfaktoren sowie den milieukritischen Faunen- und Florenassoziationen bestehen. Enge Kooperationen bestehen dabei zum Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, zum Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt sowie zu den Universitäten Freiberg, Halle, Kassel und Jena. Die Arbeiten konzentrieren sich zurzeit im Wesentlichen auf die drei Themenbereiche Permokarbon, Permotrias und Nichtmarine Karbonate.

Schwerpunkt Vulkanologie

Unter dem Begriff Vulkanologie versteht man die Wissenschaft, die sich mit der systematischen Erforschung der Vulkane bzw. den Erscheinungen des Vulkanismus beschäftigt. Der Vulkanismus prägt das Gesicht der Erde und das Leben der Menschen, denn Vulkane sind ein fester Bestandteil unserer Erde. Sie sind äußerst wichtig für unser Ökosystem, denn ohne Vulkane würde es auf der Erde wahrscheinlich kein Leben geben.

Eines der Hauptziele der Vulkanologie ist die Vorhersage von Vulkanausbrüchen, dies geschieht durch die Erforschung der Erscheinungsformen eines Vulkans, um weitere Aussagen über mögliche Ausbruchsmechanismen und Vulkangefahren treffen zu können. Zu diesem Zweck werden die Ablagerungen vorangegangener Eruptionen untersucht. Die Art, das Alter und auch die  Zusammensetzung der Ablagerung geben erste Anhaltspunkte über das Verhalten eines Vulkans in der Vergangenheit und möglicherweise auch in der Zukunft.

Schwerpunkt Geologische Naturkatastrophen

Regelmäßig hört man in den Medien von Naturkatastrophen, die ganze Landstriche verwüsten und oftmals Menschenleben kosten.  Es handelt sich dabei um Vorgänge auf der Erde, die Leben bedrohen, beschädigen oder sogar zerstören können. Dazu gehören zum Beispiel Erdbeben, Vulkanausbrüche, Erdrutsche, Hochwasser, Lawinen oder auch Tsunamis.

Durch die starke Zunahme der Bevölkerungsdichte in vielen Regionen der Erde sind heute bzw. in Zukunft deutlich mehr Menschen von Naturkatastrophen betroffen als früher. Schutz vor den Naturkatastrophen gibt es keine, daher beschränkt man sich darauf, Frühwarnsysteme zu installieren, um möglichst vielen Menschen das Leben retten zu können.

Schwerpunkt geologische Begleitung von paläontologischen Grabungen der Abteilung

Das Referat Geologie begleitet die in der Abteilung laufenden Grabungen im Land Baden-Württemberg (z.B. Höwenegg, Frauenweiler) geologisch, d.h. parallel zu den Grabungen werden Profile dokumentiert und bearbeitet, um vor allem die Ablagerungsbedingungen als Hintergrundinformation für die paläontologische Bearbeitung zu gewinnen.  Kartierungen in der weiteren Umgebung zur Erschließung der geologischen Zusammenhänge sind in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg geplant.