Mykologische Inventarisierung des Bannwalds Wilder See (Nordschwarzwald)

Zunderschwamm auf einem Buchenstamm am Ufer des Wildsees

Zunderschwamm (Fomes fomentarius) auf einem Buchenstamm am Ufer des Wildsees

Im Rahmen eines durch das Regierungspräsidium Karlsruhe (2013) und den Nationalpark Schwarzwald (seit 2014) finanzierten Kooperationsprojekts zwischen der Arbeitsgruppe Pilze im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e. V. (PiNK),  dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK) und dem Nationalpark Schwarzwald wird eine Inventarisierung der Pilzarten des 75 Hektar großen Bannwaldes „Wilder See” im NSG „Wilder See - Hornisgrinde” (Baiersbronn, Nordschwarzwald) vorgenommen. Er ist der älteste bereits 1911 ausgewiesene Bannwald in Baden-Württemberg. Aus mykologischer Sicht sind vor allem die alten Tannenbestände (Abies alba) bedeutend. Das Gebiet ist Bestandteil der Gebietskulisse für den geplanten Nationalpark Schwarzwald. In dem zunächst auf drei Jahre (bis 2015) angelegten Projekt sind zahlreiche Pilzexperten aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern beteiligt. In dieser Anfangsphase werden vorzugsweise die in den einzelnen Vegetationstypen vorkommenden Arten erfasst und eine Referenzsammlung im Pilzherbarium des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe angelegt. Besonders berücksichtigt werden Pilzarten, die mit Tanne (A. alba) als Parasiten, Saprobionten oder Symbionten assoziiert sind. Längerfristig könnte das Gebiet als Referenzfläche für mykologische Forschungprojekte verschiedenster Disziplinen dienen.

Ausgewählte Publikationen

Scholler M. (2012):
Leben nach dem Tod: Die Sammlungen des Pilzherbariums am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (KR). Andrias. 19: 139-144

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