Klima und Lebensräume

Unsere Dauerausstellung "Klima und Lebensräume" bietet für Führungen ergänzend zum Schulunterricht etwas ganz Besonderes: Als Teil des Vivariums vermittelt sie nicht nur spannende Informationen, sondern zeigt auch lebende Tiere. Naturnah gestaltete Aquarien und Terrarien geben einen Eindruck von der Tierwelt der feuchten Tropen, der subtropischen Trockengebiete, von der bunten Vielfalt tropischer Korallenriffe und dem Fischreichtum der kalten Meere. Unser Leben wird von Klima und Wetter beeinflusst. In verschiedenen Regionen der Erde haben sich unterschiedliche Ökosysteme gebildet. Die Ausstellung im Vivarium zeigt, wie sich das Klima auf Lebensräume und Lebewesen auswirkt. Aspekte der Biogeografie kann man hier in idealer Ergänzung zum Unterricht vertiefen.

Vom zentralen Globus ausgehend werden Klima, Lebensräume und Lebewesen aus vier Regionen vorgestellt:

Meere – Klimaanlagen der Erde

Ein Großteil der Erdoberfläche ist von Meerwassern bedeckt. Die Ozeane speichern enorm viel Wärme. Das über ihnen verdunstende Wasser speist den über Land fallenden Niederschlag. Meeresströmungen beeinflussen das Weltklima. Sie verfrachten aber auch Nährstoffe und bestimmen damit das Leben im Meer. In kalten, nährstoffreichen Meeren leben riesige Krebs- und Fischschwärme. In tropischen Meeren bilden sich unter bestimmten Bedingungen artenreiche Korallenriffe.

Mittlere Breiten – im Wechsel der Jahreszeiten

Zwischen Polar- und Wendekreisen bestimmen ausgeprägte Jahreszeiten das Klima. Hoch im Norden, wo die Winter extrem kalt und trocken ausfallen, sind Nadelwälder verbreitet. Unter weniger strengen Bedingungen sind in unseren Breiten Laub- und Mischwälder entstanden. Im Inneren der Kontinente gibt es winterkalte Wüsten und Steppen. Die Meere der mittleren Breiten sind aufgrund der jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und der damit einhergehenden Umwälzung des Wassers nährstoffreich und dicht besiedelt. Aquarien mit Kraken, Schwarmfischen und Tiefseebewohnern vermitteln einen Eindruck vom Nahrungsreichtum der kalten Meere.

Tropen – Sonne und Wasser üppig

Die Regionen zwischen Äquator und den Wendekreisen sind von der Sonne verwöhnt. Im beständig feuchtheißen Klima der inneren Tropen sind die für ihren Artenreichtum bekannten äquatorialen Regenwälder entstanden. In den äußeren Tropen kommt es zu einem regelmäßigen Wechsel von Regen- und Trockenperioden. Hier herrschen Savannen und Wälder vor, die in der Trockenzeit ihr Laub abwerfen.

Trockengebiete – Wasser knapp

Im subtropischen Wüstengürtel schaffen die Passatwinde ein trocken-heißes Klima. Die seltenen Niederschläge können den Wasserverlust durch Verdunstung nicht ausgleichen. Sonne und Wind lassen die Gesteine verwittern – Geröll-, Kies- oder Sandwüsten entstehen. Pflanzenwuchs ist spärlich. Pflanzen und Tiere haben Strategien entwickelt, um trotz Wasserknappheit zu überleben.

Faltblatt "Klima & Lebensräume"