Leben in der Urzeit

In diesem Saal lässt sich die Entwicklung des Lebens auf der Erde in den letzten 540 Millionen Jahren verfolgen. Während dieser Zeit entwickelte sich der größte Teil der Lebewesen.

Stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen im Überblick

Ausgehend von den Trilobiten des Kambriums wird die Entwicklung der Lebewesen anhand ausgewählter Ausstellungsstücke dargestellt.

Inhaltliche Stationen:

  • Übergang vom Wasser- zum Landleben
  • Reptilien als beherrschende Gruppe des Erdmittelalters
  • Eroberung des Luftraums durch Wirbeltiere

Verbreitung der Säugetiere zu Beginn der Erdneuzeit sowie der sekundäre Übergang vom Land- zum Wasserleben

Fossilien als Belege für die Evolution

Die Evolutionstheorie wäre ohne fossile Belege undenkbar. In der Ausstellung sind folgende Themen relevant:

  • Entstehung von Fossilien
  • Altersbestimmung von Fossilien mithilfe von Stratigrafie und Radionuklid-Methode
  • Rekonstruktion der Morphologie von Lebewesen der Erdgeschichte (Bsp. Archaeopteryx: Vogel- und Reptilienmerkmale)

Lebende Fossilien (z.B. Lungenfisch, Pfeilschwanzkrebs und Latimeria)

Tiere der Urzeit

Das Thema Dinosaurier steht bei Kindern und Jugendlichen an erster Stelle. Darüber hinaus gibt es im Naturkundemuseum aber auch viele andere Tiere aus längst vergangenen Zeiten zu entdecken. Ziel der Führungen ist es, bereits bei den Grundschülern eine Vorstellung davon zu vermitteln, dass nicht alle urzeitlichen Tiere gleichzeitig gelebt haben.

Versteinerungen als Zeugen der Tier- und Pflanzenwelt vergangener Zeiten

Die Entstehung von Versteinerungen ausgehend von der Einbettung bis zur dauerhaften Erhaltung kann am Beispiel von Fossilien erklärt werden. Ziel ist es, den Kindern zu vermitteln, dass ausgestorbene Tiere und Pflanzen nur unter bestimmten Bedingungen erhalten bleiben. Anhand montierter Skelette und lebensgroßer Modelle von Flugsauriern kann gemeinsam besprochen werden, wie Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere entstehen.

Saurier verschiedener Lebensräume

Nicht alle großen Tiere der Erdgeschichte sind Dinosaurier. Zeitgleich mit den Dinosauriern, die während des Erdmittelalters auf dem Festland lebten, nutzten Fischsaurier den Lebensraum Meer und Flugsaurier segelten durch die Lüfte. Diese verschiedenen Reptiliengruppen werden als Versteinerungen, montierte Skelette oder Modelle vorgestellt und ihre Lebensweise wird mit dem jeweiligen Lebensraum in Verbindung gebracht.

Entstehung von Fossilien

Anhand ausgewählter Beispiele können die Vorgänge vom Tod eines Lebewesens über die Einbettung im Sediment bis zur dauerhaften Erhaltung als Abdruck, Steinkern oder echte Versteinerung erklärt werden. Hart- und Weichteile sind unterschiedlich gut erhalten. Die seltene Weichteilerhaltung kann am Beispiel der Messel-Fossilien gezeigt werden, bei manchen Tieren ist sogar noch der Mageninhalt vorhanden. 

Ausgestorbene Wirbeltiere

Im Saal zur Erdgeschichte gibt es nicht nur Versteinerungen, sondern auch vollständige Skelette und lebensgroße Modelle ausgestorbener Wirbeltiere zu sehen. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Präsentation säugetierähnlicher Reptilien, die bereits lange Zeit vor den Dinosauriern gelebt haben. Wesentlich jünger sind die Fossilien aus der Grube Messel, die das Leben zur Tertiärzeit in Deutschland lebendig werden lassen. Hervorragend erhaltene Schauobjekte, die den fünf Wirbeltierklassen (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere) zugeordnet werden können, werden gezeigt.

Saurier - Reptilien des Erdmittelalters

Während eines Zeitraums von etwa 160 Millionen Jahren bevölkerten Saurier fast alle Lebensräume der Erde. Die größten Landtiere aller Zeiten waren die Dinosaurier, Fischsaurier waren Meeresbewohner und Flugsaurier beherrschten den Luftraum. Typische Merkmale dieser verschiedenen Reptiliengruppen können anhand der Ausstellungsobjekte erarbeitet werden, darunter ein lebensgroßes Modell des größten Flugsauriers, der Abguss eines Schädels von Tyrannosaurus rex und ein Diorama mit dem nur hühnergroßen Compsognathus.

Ausgestorbene wirbellose Tiere

Anhand der Schautafel "Weichtiere" im Saal zur Erdgeschichte kann exemplarisch die große Formenvielfalt innerhalb dieses Tierstammes thematisiert werden. Ausgestorbene Wirbellose wie Trilobiten und Ammoniten sind den auf Wandbildern dargestellten Lebensräumen "Riffe der Devonzeit" und "Muschelkalkmeer" zugeordnet. Am Beispiel der Ammoniten kann außerdem besprochen werden, wie Fossilien entstehen.