Vivarium

Das Vivarium im Erdgeschoss des Museums bietet mit seinen Terrarien, Süßwasser- und Meereswasseraquarien eine Fülle von Möglichkeiten, unterschiedliche Lebensräume und ihre Bewohner kennen zu lernen. Bei Führungen können einzelne Tiergruppen, die gerade im Unterricht behandelt werden, wie zum Beispiel Fische oder Reptilien, im Mittelpunkt stehen. Aber auch die vielfältigen Beziehungen innerhalb einer Lebensgemeinschaft können im Rahmen einer Führung beispielsweise anhand eines Korallenriffes untersucht werden.

Tiere in ihrem Lebensraum

Die Wechselbeziehungen zwischen Tieren und ihrem Lebensraum können am Beispiel eines Aquariums oder Terrariums besonders gut aufgezeigt werden, da es sich um eng begrenzte Lebensräume handelt. Erkenntnisse, die anhand dieser Lebensräume im Kleinen gewonnen werden, können anschließend auf größere Zusammenhänge übertragen werden. Wie der Mensch durch seine Eingriffe Lebensräume in der Natur verändert, kann ebenfalls thematisiert werden.

Fische

Die Merkmale der Fische können basierend auf Beobachtungen, die die Schüler vor Ort selbst machen, im Gespräch gemeinsam erarbeitet werden. Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Körperbau werden anhand einer Vielfalt von Fischen vom Katzenhai bis zum Seepferdchen deutlich. Zusätzlich gibt es viele Informationen zu den Themenbereichen: Atmen unter Wasser, Ernährung und Fortpflanzung. 

Amphibien

Amphibien sind Wasser- und Landtiere zugleich. Körperbau und Fortbewegung, Haut und Atmung gehören zu den Themen, die vor Ort besprochen werden können. Typische Kennzeichen von Amphibien können am Beispiel des Chinesischen Riesensalamanders zusammen mit den Schülern erarbeitet werden. Zu den Exoten im Vivarium zählen die farbenprächtigen Baumsteigerfrösche, die aus den Tropen stammen und in den Drüsen ihrer Haut ein starkes Gift produzieren.

Reptilien

Echsen, Schlangen und Schildkröten - am Beispiel vieler verschiedener Arten können im Museum die Merkmale der Reptilien sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihrem Körperbau aufgezeigt werden. Wie sich eine Schlange orientiert, die Unterschiede zwischen eierlegenden und lebendgebärenden Schlangenarten, Nahrungsaufnahme, Giftwirkung – all dies und noch viel mehr kann am Beispiel lebender Tiere konkret erörtert werden. 

Wechselbeziehungen in einem Wasserökosystem

Alle Lebewesen eines Wasserökosystems stehen über Nahrungsbeziehungen und andere Wechselbeziehungen miteinander in Verbindung. Die unterschiedlichsten Lebensgemeinschaften können in den Süßwasser- und Meereswasseraquarien des Vivariums modellhaft studiert werden. Zunächst abstrakte Begriffe wie Produzenten, Konsumenten, Stoffkreislauf oder ökologisches Gleichgewicht werden mit Inhalt gefüllt und komplexe Zusammenhänge verständlich dargestellt.

Vorgänge in Ökosystemen

Zentrale ökologische Erkenntnisse lassen sich auch an künstlich geschaffenen Biozönosen gewinnen. Die Aquarien und Terrarien des Vivariums können als Modelle für unterschiedliche Ökosysteme unserer Biosphäre dienen. So können sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ein Bild von der Vielfalt der Korallenarten machen und erfahren, weshalb Korallenriffe zu den produktivsten Biozönosen auf der Erde gehören. Die beiden großen Bereiche "Lebewesen und Umwelt" und "Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen" können anhand ausgewählter Beispiele diskutiert werden.

Wirbellose Tiere im Vivarium

In den Aquarien und Terrarien kann man die verschiedensten wirbellosen Tiere beobachten. Auch die Formenvielfalt in der Klasse der Krebstiere kann zum Thema gemacht werden. Das gleiche gilt für die übrigen im Vivarium gezeigten Tiergruppen wie Spinnentiere, Stachelhäuter, Ringelwürmer und Weichtiere: Sowohl die exemplarische Betrachtung an einem ausgewählten Tier als auch die vergleichende Betrachtung einer ganzen Tiergruppe ist hier möglich.