Ausstellungen

Der Fuchskusu – unser Tier des Monats August

Fuchskusu (Trichosurus vulpecula)

Der Fuchskusu ist ein australisches Beuteltier aus der Familie der Kletterbeutler. Wie der Name vermuten lässt, ähnelt er mit seinen großen, spitzen Ohren, seinem buschigen Schwanz und der dunkel rotbraunen bis silbergrauen Fellfarbe im Aussehen einem kleinen Fuchs. Sein feiner Pelz war um 1900 auch in Europa unter der Bezeichnung „Australisch Opossum“ sehr beliebt.
Der Fuchskusu ist in Australien wohl das am weitesten verbreitete Säugetier. 1840 wurde er wegen seines Pelzes nach Neuseeland eingeführt, wo er sich mangels fehlender natürlicher Feinde ungehemmt vermehren konnte. Heute gilt er dort als Schädling, der für die Dezimierung zahlreicher Vögel wie des Kiwi mit verantwortlich gemacht wird.
Eigentlich ist er ein Pflanzenfresser, der bevorzugt Eukalyptusblätter, Blüten, frische Triebe, Früchte und Samen zu sich nimmt, aber er verschmäht auch Insekten, Vogeleier und Jungvögel sowie kleine Säugetiere bis zur Größe einer Ratte nicht. In der Nachbarschaft des Menschen wird er zum erfinderischen Nahrungsbeschaffer mit einer Vorliebe für Obstbäume, Gemüsegärten und Raubzüge in Küchen.
Fuchskusus sind nachtaktive Baumbewohner und leben meist einzelgängerisch.

In Zusammenarbeit mit den Badischen Neuesten Nachrichten präsentieren wir jeden Monat ein Präparat aus den Sammlungen des Museums als Tier des Monats.