Carolinea 77
186 Carolinea 77 (2019) dichten Kiefernforst in keiner Weise mit der Pfle- ge Schönau vernetzt. Die Autoren haben das Sandstrohblumeneul- chen von 2010 bis 2016 regelmäßig und in gro- ßer Anzahl auf der Viernheimer Heide (Abb. 3) sowie der Griesheimer Düne (beide Gebiete in Hessen) angetroffen. Ein stabiles Vorkommen existiert ferner noch im NSG Hirschacker Dos- senwald. B lum (2017) berichtet über aktuelle Vor- kommen in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 wurden die verschiedenen Teil- gebiete intensiv kontrolliert. Zum einen wurde Ende Mai nach Raupen gesucht, außerdem später im Hochsommer nach adulten Faltern. Am 30. Mai konnten an besagtem Polykorm auf der Pflege Schönau zwei Raupen (Abb. 4) nach- gewiesen werden, am 2. Juni noch einmal eine einzelne Raupe. Nach Ansicht von J. B astian bestand dieses Polykorm in der Vergangenheit noch nicht. Ebenfalls am 30. Mai wurden auf dem Pferds trieb Süd insgesamt vier Raupen auf einem Po- lykorm aufgefunden, das wohl erst in neuerer Zeit durch Aussaat (Vermehrung mit Saatgut aus Sandhausen) entstanden ist. Offenbar be- siedelt das Sandstrohblumeneulchen durchaus Abbildung 2. Sandstrohblumeneulchen in typischer Ruhestellung auf einem Stängel der Sandstrohblume ( Helichrysum arenarium ), 19. Juli 2016, Pflege Schönau. Abbildung 1. Sandstrohblumeneulchen ( Eublemma minutata ) auf Sandstrohblume, 19. Juli 2016, Pflege Schönau. Abbildung 3. Sandstrohblumeneulchen auf Sandstroh- blume, 10. Juli 2016, Viernheimer Heide. Abbildung 4. Raupe des Sandstrohblumeneulchens (L5) auf Sandstrohblume, 30. Mai 2017, Pflege Schö- nau.
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