Carolinea 77

228 Carolinea 77 (2019) Im Mai berichtete E rich K nust aus Karlsruhe über: „Eisenkonkretionen vom westlichen Pfäl- zerwald.“ Eines der Merkmale der Karlstal-Fels- zone am westlichen Rand des Pfälzerwaldes im Raum Merzalben – Leimen – Hofstetten sind die verschiedenen Formen der Vererzung, die ver- schiedentlich gehäuft auftreten. In älterer Litera- tur werden sie beschrieben als brauner Glaskopf mit reichlich Mangan. Die röntgendiffraktome- trischen Untersuchungen eines Pulverpräparats durch das geologische Landesamt Mainz ergab einen hohen Quarzanteil, daneben Kalifeldspat, Goethit und Hämatit. Die Konkretionen treten als bis zu 50 cm große konzentrisch-schalig aufge- baute Erzkonkretionen auf. Die Form der Konkre- tionen ist verschiedenartig. Es kommen Erze vor, die einem dreiachsigen Ellipsoid ähneln, andere sind fast kugelig. Vielfach findet man schalige Bruchstücke, welche aus größeren Konkretionen stammen. Trifft man die Konkretionen in Roll- blöcken an, so erscheinen sie stets im Gestein eingewachsen, wobei die Schichtung die Knolle ungehindert durchdringt. Im Juni hatten wir die Powerpointpräsentation von L utz H appich aus Tutzing mit dem Thema „Granat“. L utz H appich stellte in seinem Vortrag die komplette Granatgruppe vor, z.B. Almandin, Grossular, Melanit, Pyrop und Spessartin, um hier nur die bekanntesten zu nennen. Insgesamt sind es 22 Mitglieder. Anschließend wurden die Stücke in Natura vorgezeigt. Im Juli zeigte W erner W urster aus Pfinztal sein Essay “Marmor – nicht nur aus Carrara.“ Der Name Marmor wird meist mit dem Vorkommen im italienischen Carrara in Verbindung gebracht – dabei haben wir auch ein Vorkommen gewis- sermaßen vor unserer Haustüre. Im Essay wur- de die Entstehung von Marmor und die verschie- denen Arten erläutert. Auf die Herkunft des im Handel erhältlichen Marmors wurde eingegan- gen. Auch auf die Geschichte des Marmorvor- kommens vor der Haustüre wurde eingegangen. Es wurde Marmor vorgezeigt. Im September berichtete E dgar M üller aus Saarwellingen über „Die Grube Lengenbach im Binntal und ihre wunderschönen Micromine­ ralien“. Das Binntal im Kanton Wallis in der Schweiz ist eine der mineralreichsten Regionen der Alpen und hat aufgrund der vielen hier erst- mals oder sogar nur hier gefundenen Arten eine Sonderstellung inne, die es weltweit zu einer der wichtigsten Fundregionen macht. Die Grube Lengenbach wird ausschließlich zur Gewinnung von Forschungs- und Sammlermineralien betrie- ben. Abbildung 40. Sphale- rit Bildbreite 3,20 mm; Grube Lengenbach, Binntal, Schweiz. – Foto: E dgar M üller .

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