Carolinea 77

S taatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 237 malschutzgründen bisher nicht zufriedenstellend gelöst werden. Zwischenzeitlich hat Architektin R egine D rayss (V&B) mit einer Steinmetzfirma Gespräche geführt, um zumindest durch eine beidseitige Erhöhung am Rand der Rampe die Absturzgefahr zu minimieren. Beim Aufbau der GLA „Flusspferde am Ober- rhein“ fielen Mängel am Terrazzoboden im gro- ßen Sonderausstellungssaal im Obergeschoss des Westflügels auf. Der Boden ist sehr uneben, weshalb große Ausstellungseinbauten nur mit ei- nem erheblichen Mehraufwand für die Ausnivel- lierung möglich sind. Die Videoüberwachungsanlage im Hauptgebäu- de wurde bis Ende 2018 fertig installiert und in Betrieb genommen, wofür eine Dienstvereinba- rung mit dem Personalrat geschlossen wurde. Zu den weiteren Bauprojekten gehörten der Einbau einer Arbeitsplatzabsaugung in der geologischen Präparation und der Austausch der Gastherme gegen einen elektrischen Durchlauferhitzer in der zoologischen Präparation, der erforderlich wur- de, nachdem der Schornsteinfeger Ende 2017 einen Mängelbericht erstellt hatte. Damit verbun- den war die Erneuerung einer elektrischen Un- terverteilung inklusive Zuleitung im Keller. Das Wirbeltier-Alkoholdepot wurde gemäß einem Maßnahmenkatalog der BAD-Gesundheitsvor- sorge- und Sicherheitstechnik-GmbH von 2017 eingerichtet, wofür neben einer Gaswarnanlage die Be- und Entlüftung, die gesamte Elektrik in- klusive elektrischer Lautsprecheranlage (ELA) und Brandmeldeanlage (BMA) neu installiert und der Fußboden ertüchtigt wurden. Das Vivariums- Team erhielt einen neuen Sanitärbereich im Kel- ler. Außerdem wurde an verschiedenen Stellen im Keller damit begonnen, die marode und des Öfteren bereits geflickte Wasserleitung zu erneu- ern. Endlich zum Abschluss gebracht werden konnte die Erstellung der Feuerwehrpläne. In diesem Zusammenhang wurde ein Inhaltskata- log für alle Gefahrstofflagerplätze erstellt. Dass Brandschutz auch bei Exponaten ein wich- tiges Thema ist, kann am Beispiel des Modells einer schlüpfenden Hornisse ( Vespa crabro ) il- lustriert werden. Das im Maßstab 50:1 von M i ­ chaela F orthuber angefertigte Modell konnte im Berichtsjahr im Treppenhaus vor der Daueraus- stellung „Welt der Insekten“ durch M ichael F al ­ kenberg , W olfgang H ohner und R oland W enrich wieder aufgehängt werden, nachdem es sehr aufwendig von A ngela K rieglstein und M ichael T homas (www.michelangela-malerei.de ) mit ver- schiedenen Brandschutzanstrichen versehen worden war. Die Künstler konnten sich aufgrund ihrer Erfahrungen in der Gestaltung von Theater- bühnen und Requisiten stückweise dem Modell und den darin verbauten Materialien annähern. Gerade bei älteren Modellen besteht bei derarti- gen Arbeiten stets ein erhebliches Risiko, irrever- sible Veränderungen zu bewirken. Abbildung 7. Der Depot­ raum zur Unterbringung der Nass-Sammlung der Wirbel­ tierzoologie wurde von 2013 bis Anfang 2017 als tech- nischer Betriebsraum des Vivariums genutzt. Nach Abschluss der notwendig gewordenen Sicherheits- maßnahmen konnte das Depot Ende 2018 wieder bezogen werden. – Foto: A. M anegold .

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