Carolinea 77

S taatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 277 6 Sammlungsarbeiten 6.1 Abteilung Geowissenschaften 6.1.1 Referat Geologie, Mineralogie und Sedimentologie Mineralogische Sammlung (U. G ebhardt ): In der Mineralogischen Sammlung wurden die Arbeiten zur Inventur und digitalen Erfassung fortgesetzt. Alle Stücke werden auf korrekte Be- stimmung und Zuordnung geprüft und dann par- allel in Excel und imdas pro erfasst. Gleichzeitig erfolgt die Bewertung. Insgesamt wurden 1.214 Datensätze neu erfasst. Mehrere Privatsammlungen wurden übernom- men und zum Teil in die Mineralogische Samm- lung integriert. Mitglieder der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. (VFMG) übernahmen die Bestimmung der um- fangreichen Mikromountsammlung G rün (Koor- dination W erner W urster ). Darüber hinaus wurde die Mineralogische Sammlung auch 2018 von externen Wissen- schaftlern auf vielfältige Weise genutzt. So be- suchte z.B. A ngelina K emmerling , Universität Mainz, die Sammlung, um Wissenswertes über K aroline L uise für ihre Arbeit im Kurs „Sammeln und Bewahren“ zu erfahren. Ebenfalls von der Universität Mainz, Vorderasiatische Archäologie – islamische Quarzkeramiken, kam Dr. F emke G rops , um persische Keramikteile zu sichten. Für weitere Forschungsarbeiten ist eine Dauer- leihgabe geplant. Die Wiederentdeckung einer im 2. Weltkrieg verloren geglaubten Stibnit-Stufe aus Ichinokawa bei Saijo, Shikoku, Japan, führte zu einem Besuch von Kurator Dr. M ichiaki B un ­ no und Prof. em. Dr. H idehiko S himazaki , beide vom University Museum of Tokyo, um die Stufe für eine Publikation zu fotografieren. Es fand ein Leihvorgang mit 39 Stücken statt. Petrographische Sammlung (U. G ebhardt ): Nachdem im Januar die Bearbeitung der klas- tischen Sedimentgesteine weitgehend abge- schlossen werden konnte (insgesamt 1.116 Datensätze; D. F alk ), begannen im April die Arbeiten an den metamorphen Gesteinen ( E. S charlach ). Diese wurden zunächst nach dem Thesaurus und Fundorten geordnet. Dabei wurden bereits aufgenommene, aber noch nicht bearbeitete Neuzugänge der Sammlung Halle in die Petrographische Sammlung eingegliedert. Da im Gegensatz zu den anderen Gesteinsgrup- pen die Metamorphite bereits überwiegend als rudimentäre Datensätze vorliegen (in der Regel Inventarnummer und Fundort), lag der Schwer- punkt der Arbeiten auf der Überprüfung der vorhandenen Datensätze und ihrer Ergänzung, um weitere Informationen, wie zum Beispiel der Bezeichnung des Objekts oder einer kurzen Be- schreibung, sowie der Abschrift historischer Eti- ketten. Parallel dazu wurden die Stücke dauer- haft mit den neu vergebenen Inventarnummern beschriftet ( L. K ratzmeier , E. S charlach ) und alte Datensätze mit Maßen, Fotos und eingescann- ten Etiketten ergänzt ( L. K ratzmeier ). Es wurden 271 Datensätze neu aufgenommen. Zu Beginn des Jahres wurden alle bis dahin vor- handenen Datensätze (5.121 Datensätze) nach imdas pro exportiert und liegen nun zur Bewer- tung bereit ( D. F alk ). 6.1.2 Referat Paläontologie und Evolutionsforschung Paläontologische Sammlung ( E. F rey ): Im Zuge der Inventur prätertiärer Invertebraten (S. S taudt ), der Fische (H. K eller ), der Insekten und verschiedener Vertebraten, speziell aus der Quartärsammlung (D. S chreiber ) konnte die Di- gitalisierung der paläontologischen Sammlun- gen fortgeführt werden. In der Arbeitsdatenbank (Excel) sind nun insgesamt 44.917 Datensätze abgelegt, die ca. 105.750 Objekte repräsentieren (D. S chreiber ). Allerdings muss der Großteil die- ser Datensätze (rund 80 %) weiterhin redigiert und die faktische Inventarisierung der Objek- te (Beschriftung der Objekte u.v.m.) umgesetzt werden. Die kürzlich begonnene Aufnahme der Tertiär-Sammlung aus den Beständen der über- nommenen Sammlung der Universität Karlsruhe, weiterer diverser projektbezogener Proben und der Paläobotanik (J. B öger , bislang 4.130 Daten- sätze mit ca. 12.031 Objekten) hat einen initialen Bearbeitungsstand erreicht, konnte aber noch nicht in der Arbeitsdatenbank (imdas pro) be- rücksichtigt werden. Aus dem Datenbestand der Arbeitsdatenbank konnten 32.819 Datensätze in Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksservice- Zentrum (BSZ, S. B ergdoll ) nach imdas pro im- portiert werden, sodass nun 41.939 Datensätze mit ca. 99.419 Objekten in imdas pro vorliegen und der Vermögensbewertung zur Verfügung stehen (D. S chreiber ). Für die Ausstattung der GLA „Flusspferde am Oberrhein“ konnte auf 39 Objekte aus der eignenen Sammlung zurückge-

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