Carolinea 77

282 Carolinea 77 (2019) die taxonomisch-nomenklatorischen Arbeiten. Etwa die Hälfte aller Belege (ca. 3.500) konnte bis zur vollständigen Präparation erledigt wer- den. Der bedeutendste Fortschritt betrifft das ehemalige Herbarium von Prof. H anns K reisel , das in einem sehr labilen Zustand ist, bedingt durch eine Havarie am ehemaligen Standort an der Universität Greifswald. Mithilfe von insgesamt 19 Personen, darunter ehrenamtliche Mitarbeiter aus der AG Pilze des Naturwissenschaftlichen Vereins Karlsruhe e.V. (D. B utschek , B. F ischer , M. H esser , N. M eyer , W. M üller , T. P etzold , R. R eichling , H. G. R oos , Dr. A. R ubner , C. S chir ­ meister , A. V ollbach , G. W albröl , M. W ieners ), Praktikanten (K. K löckner , L. S chmidt ) und sons- tige Mitarbeiter (R. B uchheit , A. H asslberger , S. K auderer , M. S choller ) konnten in sechs Wo- chen rund 8.000 Belege gereinigt, in Kapseln und Tüten überführt und schließlich alphabetisch sortiert in 169 Kartons vorläufig untergebracht werden. Es wird versucht, für die eigentliche Prä- paration eine Finanzierung zu finden. In diesem Zustand sind die Belege für einen eventuellen Umzug ausreichend gesichert. Datenbankein- gaben wurden innerhalb der Projekte vor allem durch M. W ieners und K. K löckner , für sonstige Belege von A. S chnakenberg vorgenommen. Insgesamt wurden 1.741 Datensätze neu ein- gegeben und gleichzeitig 857 gelöscht. Damit beträgt die Gesamtzahl der Datensätze jetzt 44.507. Es wurden 12 Leihvorgänge mit 153 Be- legen bearbeitet. Algen-Sammlung (M. S choller ): Es wurden Vorbereitungen für einen Drittmittelantrag zur Restaurierung und Digitalisierung der Sammlung getroffen, so ein Besuch des Algenherbariums am Botanischen Museum Berlin (M. S choller ). Für die Nutzung der Algensammlung wurde mit Prof. S usanne K riemann (Hochschule für Gestal- tung) eine Zusammenarbeit vereinbart. Ihren Studenten wurde die Sammlung demonstriert. Die Sammlung wurde um 2 Belege erweitert. Leihvorgänge gab es nicht. 6.2.2 Referat Zoologie Wirbellosen-Sammlung (H. H öfer ): Die Beleg- sammlung der Spinnen wurde um 765 Belege erweitert. Die meisten Exemplare stammen aus dem Nationalpark Schwarzwald und der Unter- suchung der Blockhalden. Darunter sind einige Besonderheiten, d.h. in Baden-Württemberg und sogar Deutschland bisher nicht nachgewiesene oder sehr selten gefundene Arten. Dazu ist ein Manuskript in Vorbereitung. Über T. B auer ge- langten 2 Belege in Deutschland sehr seltener bzw. neuer Arten in die Sammlung sowie der Holotypus der Springspinne Pseudeuophrys rhodiensis S chäfer , 2018, aus Griechenland. Außerdem wurden von F. R aub 4.588 Datensätze (überwiegend aus dem Nationalpark Schwarz- wald) als Studiendaten in Diversity Workbench (DWB) importiert, die Datensammlung umfasst damit 55.216 georeferenzierte und mit Angaben zum Biotoptyp angereicherte Datensätze. Die Sichtung von über 6.000 Belegnummern bzw. Belegen der historischen Conchyliensamm- lung durch E ileen N guyen führte zur Anlage von 1.630 neuen Belegnummern. Die neue Samm- lung der Schließmundschnecken (Clausiliidae) wurde durch Herrn O tto E ckert um 216 auf 255 Serien erweitert. Sie umfasst damit 37 Taxa und alle deutschen Arten. Fast alle Tiere (Schalen) der hervorragend dokumentierten und geord- neten Sammlung wurden von Herrn E ckert ge- sammelt und bestimmt, alle Fundorte sind geo- referenziert. Dr. M atthias H errmann (Universität Tübingen) hat weitere 19 Dauerpräparate (37 Paratypen von 9 Arten) parasitischer Nematoden (Gattung Pristionchus ) in der SMNK-Sammlung hinterlegt. Die Typensammlung der Nematoda ist vollständig in DWB erfasst (134 Belegnummern). Insgesamt wurden 7.936 Datensätze neu erfasst. Die zoologischen (Wirbellosen-)Datenbanken umfassten damit Ende 2018 123.135 Datensät- ze. Es wurden 3 Leihvorgänge mit 200 Belegen bearbeitet. Wirbeltier-Sammlung (A. M anegold ): Die osteo- logische Vergleichssammlung wurde 2018 mit- hilfe der Speckkäferzucht um 116 Skelette von 65 Vogelarten aus 29 Familien sowie 51 Schädel und Skelette von 2 Säugetierarten aus 2 Fami- lien erweitert. Tierkörper von Großsäugern kön- nen derzeit nicht am Museum bearbeitet werden, sodass die Mazeration und Entfettung sowie das Bleichen von Schädeln bzw. Skeletten von Bison ( Bison bison ), Dromedar ( Camelus dromeda­ rius ), Schimpanse ( Pan troglodytes ) und Tiger ( Panthera tigris ) wieder von der Janouschkowetz GmbH übernommen wurde. Schaupräparate von zwei Beutelteufeln ( Sarcophilus harrisii ), einem Schwarzweißen Vari ( Varecia variegata ) und ei- nemWickelbären ( Potos flavus ) wurden von M at ­ thias S tudte angefertigt. Herr S tudte übernimmt auch die Aufgabe, die im Juli 2018 in der Wilhel-

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