Das Labor

Erste Anfänge eines Labors im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe gehen auf das Jahr 1977 zurück. Im Rahmen eines DFG-Projektes zur „Vegetation an der Hornisgrinde in Gegenwart und Vergangenheit“ wurden erste Geräte beschafft. Damals war erkannt worden, dass zusätzliche chemische Analysen der Torfe weitergehende Aussagen ermöglichen als Pollenanalysen allein. Vor dieser Zeit waren im Museum nur Einrichtungen für die Aufbereitung von Pollen und ein pH-Meter vorhanden. Für weitergehende Analysen war die Hilfe des damaligen Institutes für Wasser- und Abfallwirtschaft der Landesanstalt für Umweltschutz notwendig, wo die Analysen vorgenommen werden konnten. Dies war vor allem durch die räumliche Entfernung erschwert. Deshalb wurde der systematische Ausbau eines eigenen Labors betrieben, was aber durch die räumliche Enge der alten Räume mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Trotzdem wurden schon damals etwa 30 Elemente in unseren Torfen bestimmt.

Das neue, seit Anfang 2001 im westlichen Eckturm des Museums untergebrachte Labor ermöglicht ein sehr effizientes Arbeiten. Es ist für Spurenanalysen bei sehr kleinen Probenmengen ausgerüstet – wir arbeiten mit Proben, die teils ein Trockengewicht von unter 1 g haben. Eingesetzt werden für unsere chemischen Analysen Spektralphotometrie, Atomabsorptions-Spektrophotometrie, Polarographie, Inversvoltammetrie und Ionenchromatographie. Durch Automatisierung ist ein hoher Probendurchsatz bei geringem Personaleinsatz möglich.

Flow-Injection-System zur automatischen Photometrie
Flow-Injection-System zur automatischen Photometrie
Ausrüstung zur Elektrochemie
Ausrüstung zur Elektrochemie
Polarographiestand
Polarographiestand