Mitgemacht: Geysir selbst bauen

„Geysir“ ist isländisch und bedeutet so viel wie wild strömend. Gemeint ist damit das heiße Wasser, das bei dieser besonderen Art von Quellen schlagartig aus der Erde in die Luft geschleudert wird. Da der eigentlich im Mai geplante Kinderkurs „Wasser – eine Superkraft der Natur!“ ja leider ausfallen muss, wollen wir dir mit dieser Anleitung zeigen, wie du mit einfachen Mitteln deinen eigenen Geysir bauen kannst. Dabei erfährst du mit Hilfe des Experiments, wie ein Geysir funktioniert.

Das brauchst du:

  • eine Schüssel
  • eine kleine Glasflasche mit Deckel
  • Schraubenzieher und Hammer
  • ein Strohhalm
  • heißes und kaltes Wasser
  • etwas Tinte
  • etwas Knete
  • eine Nadel


Und so geht’s:

  • Klopfe mit Hilfe eines Schraubenziehers und eines Hammers ein Loch in den Flaschendeckel.
  • Stecke nun den Strohhalm durch dieses Loch und dichte es von beiden Seiten mit etwas Knete ab.
  • Fülle die Glasflasche zur Hälfte mit kaltem Wasser, gib etwas Tinte hinzu und schließe die Flasche anschließend mit dem Deckel.
  • Drücke etwas Knete in das obere Ende des Strohhalms und bohre mit einer Nadel ein ganz feines Loch hinein.
  • Bitte nun einen Erwachsenen, dir beim letzten Schritt zu helfen: Fülle die Schüssel mit kochend heißem Wasser und stelle deine Flasche hinein. Nun kannst du beobachten, wie dein Geysir zu sprudeln beginnt.

 
Was passiert?

Durch das kochend heiße Wasser in der Schüssel werden das gefärbte Wasser und die Luft in der Flasche langsam erwärmt. Durch die Wärme dehnt sich die Luft aus und benötigt nun mehr Platz als zuvor. Diesen verschafft sie sich, indem sie das gefärbte Wasser durch den Strohhalm nach oben drückt. Nach und nach steigt so das erwärmte Wasser hoch und blubbert aus der feinen Öffnung im Strohhalm heraus.

 
Was passiert in der Natur?

Geysire kommen in vulkanischen Gebieten vor, wo heißes Gestein nicht weit unter der Erdoberfläche liegt. Zudem befindet sich dort ein Labyrinth aus Spalten und Rissen im Gestein, in denen sich versickertes Wasser ansammeln kann. Durch die vulkanische Wärme wird der Untergrund und auch das Wasser solange erhitzt, bis sich erste Dampf­blasen bilden, die nach oben steigen und das darüber liegende Wasser nach oben drücken. Da die unter­irdischen Hohlräume sehr verzweigt sind, stößt das Wasser auf dem Weg nach oben auf zahlreiche Engpässe und Hindernisse. Es baut sich ein gewaltiger Druck auf, der sich in einem explosionsartigen Ausbruch aus kochendem Wasser und Dampf entlädt. Wie bei deinem Geysir sind auch in der Natur die sich ausdehnen­den Dampfblasen der Grund, dass das heiße Wasser aufsteigt und durch enge Öffnungen im Gestein gedrückt wird. Nach dem Ausbruch läuft das Wasser durch die Spalten und Risse wieder zurück in den Untergrund und der Prozess beginnt von neuem.

 

Die Anleitung gibt es hier zum Herunterladen.