Carolinea 77
122 Carolinea 77 (2019) Tälern von Jagst und Kocher, mit einigen Nach- weisen entlang von Nebengewässern. Lycaena dispar wurde während der Studie hauptsächlich in den Flusstälern von Jagst und Kocher an 21 Lokalitäten nachgewiesen (Abb. 46). Es wurden Eier, bereits geschlüpfte Eier (die durch ihre charakteristische Form noch eindeu- tig bestimmbar sind) und auch einige Raupen gefunden. Falter (Abb. 48) wurden nur an vier Lokalitäten registriert. Eine Reihe von Funden ergaben sich im Bereich der Unterläufe der bei- den Flüsse (Lkr. Heilbronn), wo die Verbreitung bisher kaum belegt war. Die am weitesten fluss aufwärts gelegenen Beobachtungen im Untersu- chungszeitraum entsprechen fast genau der in den FFH-MaP deutlich gewordenen südöstlichen Verbreitungsgrenze, mit zwei Ausnahmen. R olf P rosi (in litt.) beobachtete einige Männchen im Kochertal, ca. acht km südlich von Schwäbisch Hall. Im Zuge der Studie wurden Präimaginalsta- dien bei Tiefenbach (Stadt Crailsheim) gefunden (Tab. 11, 12). Dies ist der bisher am weitesten östlich gelegene Nachweis der Art in ihrem west- lichen Teilareal (vgl. ffh-anhang4.bfn.de) .Weitere Nachsuchen östlich der zuvor bekannten Fund- orte, nahe Kirchberg/Jagst und im Einzugsgebiet der Brettach (Nebenfluss der Jagst), blieben aber erfolglos. Dies legt nahe, dass die Ostgrenze des Areals, welche offenbar oszilliert (vgl. auch B olz 2013b), weiterhin in dieser Region zu finden ist. 7.2 Phänologie In Baden-Württemberg bildet L. dispar immer zwei Generationen aus, wie überall im west- Abbildung 46. Fundorte von Lycaena dispar in der Jagst-Kocher-Region während der Studie (schwarze Quadrate) und aus der LDS-BW (graue Quadrate, mit Jahr des letzten Nachweises). – Grafik: R obert G üsten . Creative Commons ( B ernd H aynold )
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