Carolinea 77
240 Carolinea 77 (2019) damit sich Erwachsene und Kinder über die Ausstellungstexte, Exponate und Beschriftun- gen hinausgehend informieren konnten. Außer- dem wurde mit einem eigens für die Ausstellung konzipierten und aufwendig gestalteten Rallye- blatt von der SMNK-Museumspädagogik Neu- land betreten. Im Gegensatz zu den bisherigen „SchülerAktiv!-Blättern“ konnten mit dieser Ral- lye nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern alle Interessierten zwischen 9 und 99 Jahren Fragen zu Objekten und Themen der Ausstel- lung beantworten. Mit einer UV-Lampe machten sie sich auf die Suche nach Spuren verschiede- ner Tiere und lösten Bilderrätsel mit einem spe- ziellen Rotfilter. Am 19.7. und 10.10.2018 wurde zur Veranstaltung „Abends im Museum – Eiszeit Spezial“ eingeladen. „Dino“ F rey führte kurzwei- lig durch die Ausstellung und stand den Teilneh- menden danach bei einem kleinen Imbiss für Gespräche zur Verfügung. Bei einem Workshop am 27.10.2018 konnten Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren unter Anleitung des Experimental- archäologen R udolf W alter , M.A., mit Feuer- steinwerkzeugen einen Harpunenkopf bzw. eine Querangel aus echten Rehknochen anfertigen. Am 18.7.2018 wurde die alljährliche Naturfotoaus- stellung „Glanzlichter“ eröffnet, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feierte. Aus Tausenden von Einsendungen hatte die Fachjury um M ara F uhrmann (projekt natur & fotografie) in mehreren Kategorien die besten Naturfotos ausgewählt, die bis zum 16.9.2018 gezeigt wurden. Mit dabei wa- ren wie immer auch die Gewinner der Sonderprei- se Fritz-Pölking-Award und Junior-Award. Ebenso wie die „Glanzlichter“ feierte auch die KAMUNA am 4.8.2018 ihr 20-jähriges Beste- hen. So war auch das Motto schnell gefunden: „Zwanzig“. Und natürlich drehte sich bei den Ver- anstaltungen alles um diese Zahl. So konnten die Besucherinnen und Besucher aus 20 Aus- stellungs-Highlights ihr Lieblingsexponat aus- suchen. Gewinner war Schwarzspitzen-Riffhai „Kalli“, der in der Dauerausstellung „Form und Funktion – Vorbild Natur“ seine Runden zieht. Mit einer 20 Fragen umfassenden Rallye konnten sich die jüngeren Gäste auf eine Reise durch die Ausstellungen begeben. Ob Highlight-Objekte, Entstehung des Lebens auf der Erde, kristalline Schönheiten, geologische Prozesse oder Fluss- pferde am Oberrhein – mit der „20“ im Blick ging es bei Führungen für Erwachsene und Kinder in die Dauerausstellungen und in die GLA. Dauer- brenner waren auch bei der 20. KAMUNA das Kakerlakenrennen und der Insektenlichtfang. Bei einer Mitmachaktion konnten alle Furchtlosen mindestens 20-mal in verschiedene Fühlboxen greifen und erraten, welches naturkundliche Ob- jekt sie berührt haben. An einem Basteltisch wa- ren die jüngeren Gäste eingeladen, Buttons mit verschiedenen Tiermotiven zu basteln. Beim Sommerferienprogramm drehte sich alles um die Große Landesausstellung. In der „For- schungsreise in die Eiszeit“ gingen 6- bis 10-jäh- rige Kinder am 4. und 5.9.2018 der Frage nach, was Eiszeiten sind, wie sie entstehen und war- um sich im Eiszeitalter immer wieder Warm- und Kaltzeiten abwechseln. Bei einer Rallye durch die Ausstellung erkundeten sie die Lebewelt am Oberrhein während des Eiszeitalters. Die Kinder lernten außerdem verschiedene Klimazeugen kennen, stellten ein kleines Gletschermodell her und ermittelten dabei spielerisch die Sprengkraft von gefrorenem Wasser. Passend zur GLA wurde am 26.9.2018 die klei- ne Sonderausstellung „Eiszeitkunst“ eröffnet. Entwickelt wurde diese Wanderausstellung unter Federführung des Alb-Donau-Kreises, des Land- kreises Heidenheim und der Stadt Ulm. Diese ha- ben sich zur Dachmarke „Weltkultursprung“ zu- sammengeschlossen, um die „Wiege der Kunst“ bekannter zu machen. Von der Schwäbischen Alb stammen bis zu 40.000 Jahre alte Belege für einen entscheidenden Schritt der kulturellen Ent- wicklung der Menschheit: In Höhlen der Region nahe Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Heidenheim wurden die ältesten von Menschen geschaffenen figürlichen Darstellungen von Tie- ren und Menschen sowie die ersten Musikinstru- mente gefunden. Ausgestellt wurden hochwerti- ge Repliken weltweit bekannter Funde, wie der Löwenmensch aus dem Hohlenstein Stadel, die „Venus vom Hohle Fels“ und das Mammut aus dem Vogelherd. Die ältesten Musikinstrumente sind Flöten aus Vogelknochen oder Mammut elfenbein. Ergänzt wurden diese Exponate durch eine Präsentation von Repliken faszinierender Eiszeitkunst aus weiteren Teilen der Welt. Die für den 6.-7.10.2018 geplante alljährliche Frischpilzausstellung mit dem Sonderthema „Pil- ze an und bei Platanen“ und Beispielen des be- kannten Naturfilmers und Naturfotografen K arl heinz B aumann zum Thema Schleimpilze fiel leider dem heißen und trockenen Sommer zum Opfer.
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