Carolinea 78

Naturwissenschaftlicher Verein 215 derparkplatz „Weißer Steinbruch“ an der Land- straße Güglingen-Eibenbach-Ochsenbach im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Hier wurde Stubensandstein als Baumaterial abgebaut. Dieser Sandstein aus der Keuperzeit ist in wei- ten Teilen Nordwürttembergs verbreitet und seit dem Mittelalter ein bedeutender Baustein für Kirchen, Rathäuser usw. Das leicht zu Sand zu vermahlende Gestein wurde auch bei der Mör- telherstellung sowie als Streu- und Scheuersand für Straßen oder die Holzböden der Wohnstuben (daher der Name) genutzt. Der Stubensandstein enthält lokal geringe Mengen an Gold, wobei die Ausbeute für einen wirtschaftlichen Abbau zu gering war. Ein Landschaftspanorama vom Aus- sichtspunkt unterhalb des Steinbruchs rundete die Exkursion ab. 7. Juni 2019 Der Ziegenmelker im Hardtwald Führung der OAG mit J ochen L ehmann (Bühl) Der Ziegenmelker zählt zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten im Land. Die bestens getarnte „Nachtschwalbe“ ist tagsüber praktisch unsichtbar, wenn sie auf einem Ast oder am Boden ruht. Die Balzflüge, die von dem typisch schnurrenden Gesang begleitet werden, bieten die einzige Chance, diesen faszinierenden Vo- gel zu erleben. Bei einem rund zweistündigen Abendspaziergang, zu dem man sich 21.00 Uhr am Waldparkplatz Friedrichstaler Allee / Kreis- straße 3579 bei Stutensee-Friedrichstal traf, wurde die Biologie und Lebensweise der Art vorgestellt. 19. Juni 2019 Botanische und schmetterlingskundliche Exkursion auf den Knittelberg Führung mit A ndreas K leinsteuber , G erhard W örle und Dr. R obert T rusch (alle Karlsruhe) Treffpunkt: Zu dieser gut dreistündigen Koopera- tionsveranstaltung mit der Botanischen Arbeits- gemeinschaft Südwestdeutschland und dem Naturschutzzentrum Rappenwört trafen wir uns um 16.00 Uhr in Grötzingen-Nord am Ausgang zur Hattenkehlenhohl, der Straße „Im Jäger“. In Karlsruhe erreicht mit dem Knittelberg nördlich von Grötzingen der Kraichgau das Stadtgebiet. Der Berg besteht geologisch aus Muschelkalk mit Lößauflage und bildet damit eine völlig an- dere, sich aus der mit Fluss-Schottern gefüllten Rheinebene heraushebende Formation. Unter- grund und Exposition bringen eine willkommene Bereicherung der Flora und Fauna des Stadt- gebietes mit sich. Landschaftlich wird der Berg von Streuobstwiesen, Gärten und landwirtschaft- lichen Flächen dominiert, es gibt auch Hohlwege und sogar kleinere Felsabbrüche in dem Gebiet. Einige Flächen befinden sich seit Jahren in der Ausweisung zum Flächennaturdenkmal (FND). Eines dieser Gebiete besuchten wir und stellten die Pflanzen und Schmetterlinge des Gewanns „Schaffenäcker“ vor. 29. Juni 2019 Dem Biber auf der Spur Führung mit U lrich W einhold (Heiligkreuzstein- ach) in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz- zentrum Karlsruhe-Rappenwört Abbildung 6. Der in Baden-Württemberg schon im Jahr 1976 ausgestorbene Rotbindige Samtfalter Arethusana arethusa ( [D enis & S chiffermüller ] , 1775) kann am Rand des Aggtelek-Nationalparks in Nordost-Ungarn noch in größerer Zahl beobachtet werden. Abbildung 7. Rotbindiger Samtfalter im Habitat. In der Natur zeigt er fast immer die Flügelunterseite. – Fotos: R. T rusch , Entomologische AG.

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