Carolinea 78
S taatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 239 blikum sind gespannt, ob sich eines Tages auch noch Nachwuchs einstellen wird. Für die hohe Besucherzahl des Jahres 2019 sorgten aber auch die Sonderausstellungen sowie das vielfältige und attraktive Veranstal- tungsprogramm des Museums. Die Große Lan- desausstellung „Flusspferde am Oberrhein – wie war die Eiszeit wirklich?“, an deren Eröffnung am 20.6.2018 auch Ministerpräsident W infried K retschmann teilgenommen hatte, war bis zum 28.4.2019 im Obergeschoss des Westflügels für die Öffentlichkeit zugänglich (s. Abschnitt 1.2). Insgesamt sind 86.165 Besuche in der Landes- ausstellung erfasst worden. Damit haben die „Flusspferde am Oberrhein“ den Erfolg der ers ten Großen Landesausstellung im SMNK „bo- denlos – durch die Luft und unter Wasser“ mit 65.862 erfassten Besuchen (s. Jahresbericht 2013) um gut 30 % übertroffen. Auf starkes Interesse stieß auch die nächste große Sonderausstellung im Obergeschoss des Westflügels, die am 17.7.2019 eröffnet wurde. Ihr Titel „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“ verweist auf dieThemenschwerpunkteWandel des Klimas und Entfaltung der Vielfalt des Lebens im Laufe der Erdgeschichte sowie die aktuellen Fragen und Forschungen zum Klimawandel, der Biodi- versitätskrise und somit der Zukunft des Lebens auf der Erde. Damit trifft die vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt/ Main konzipierte Wanderausstellung den Nerv der Zeit, was sich auch in der Besucherzahl widerspiegelt. Vom Eröffnungsabend, an dem der Senckenberger Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. V olker M osbrugger teilgenommen und mit einem Vortrag in die Ausstellung eingeführt hat, bis zum Jahresende wurden bereits 44.830 Be- suche gezählt. Während die 2016 imWestflügel im Rahmen von dessen Wiederaufbau fertiggestellten Dauer- und Sonderausstellungsflächen gebäudetech- nisch auf einem einigermaßen aktuellen Stand sind (s. Jahresbericht 2016), gibt es in den meis ten übrigen Bereichen des SMNK-Hauptgebäu- des noch viel Sanierungsbedarf. Der Fortgang der im Mai 2018 begonnenen weiteren Dach-, Fassaden- und Fenstersanierung verläuft leider nur sehr schleppend. Dies ist für die Aufrecht- erhaltung und Optimierung der Attraktivität des Museums problematisch, da z. B. eine inhaltliche Aktualisierung und gestalterische Modernisie- rung von älteren Dauerausstellungen im Ost- flügel wie „Leben in der Urzeit“ und „Heimische Abbildung 2. In trauter Zweisamkeit drehen Kalli und Karla ihre ersten gemeinsamen Runden.
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