Carolinea 78
240 Carolinea 78 (2020) Natur“ nicht möglich ist, solang insbesondere die Fenster nicht erneuert worden sind. Leider hat es bei dieser Problematik 2019 kei- ne Fortschritte gegeben, weil die Vertreter des Denkmalschutzes weiterhin auf dem Erhalt von einfach verglasten Fenstern aus der Nachkriegs- zeit bestanden. Das Museum hingegen favori- siert eine Erneuerung der Fenster, was bedeu- tend schneller ginge. Darüber hinaus soll mit neuen Fenstern auch das Raumklima verbessert werden, aus konservatorischen Gründen sollen durch Verwendung von Glas mit hohem UV- Schutz die wertvollen Exponate besser geschützt werden, und es soll für erhöhten Einbruchschutz eine Sicherheitsverglasung gemäß Schutzklasse RC3 erfolgen, was auch vom Landeskriminalamt gefordert worden ist. Dies alles blieb 2019 allerdings „Zukunftsmusik“, zumal das Jahr obendrein auch noch mit einer schlechten Wetterlage begann: Ein Unwetter durchkreuzte bereits Anfang 2019 den Zeitplan für die weitere Gebäudesanierung. Ein Was- sereinbruch an der laufenden Sanierung des Schieferdachs am Westflügel des Hauptgebäu- des führte zu einer erheblichen Verzögerung. Die betroffene Fläche konnte bis Ende 2019 nicht fertiggestellt werden, was problematische Aus- wirkungen auf das gesamte Sanierungskonzept hatte. Um den zeitlichen Druck etwas zu lindern, wurde parallel mit der Dachsanierung am Ostflü- gel und am Mittelbau begonnen. Die Fassaden- sanierung wurde an den durch das aufgebaute Gerüst zugänglichen Stellen fortgesetzt. Ein herber Rückschlag war 2019 die im April be- kannt gewordene Tatsache, dass die seit 2017 erhoffte Anmietung einer Gesamtdepotfläche von fast 6.000 m 2 von der Simon Hegele Gesell- schaft für Logistik und Service mbH an deren Standort Karlsdorf-Neuthard bei Bruchsal trotz unterschriftsreifem Vertrag auf der Zielgeraden doch noch „platzte“. Die Anmietung dieser Flä- chen hätte die große Raumnot des Museums über den Zeitraum des Mietvertrags weitgehend beheben können. Ende 2019 waren derart viele Bereiche des Mu- seums von laufenden Maßnahmen betroffen, Abbildung 3. Prof. Dr. V olker M osbrugger , der Generaldirektor des Senckenberg Naturmuseums (rechts), und Dr. T horolf M üller ( Mitte), Projektleiter, bei der Eröffnung ihrer Wanderausstellung „Planet 3.0 – Klima. Leben. Zu- kunft“ im Naturkundemuseum Karlsruhe.
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