Carolinea 78
S taatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 243 einschließlich dem SMNS, und in der Biodiversi- tätsforschung zu den führenden Institutionen in Deutschland zählt. So war das SMNK bereits Anfang der 1990er- Jahre an vielen Bänden der Grundlagenwerke zum Artenschutzprogramm Baden-Württem- bergs beteiligt, vielfach federführend. Seit 2003 und bis heute wird die Landesdatenbank Schmet- terlinge Baden-Württembergs am SMNK geführt. Zusätzlich erfolgt derzeit im Auftrag der LUBW unter dem Titel „Altdatenvergleich Nachtfalter Baden-Württembergs“ eine umfangreiche Un- tersuchung, die zusätzlich zu den Kenntnissen über die tagaktiven Schmetterlinge auch aktuelle Informationen über die Bestandssituation der Nachtfalter liefert. Im Auftrag des Nationalparks bzw. in Zusammenarbeit mit diesem werden dort z. B. Vorkommen und Ökologie von Pilzen und Spinnentieren untersucht. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SMNK sind auch in der Lehre tätig. Außerdem wurde ein mo- dernes Molekularlabor eingerichtet, welches be- reits dazu gedient hat, mehrere hundert bislang unbekannte Käferarten zu beschreiben. Gründe genug, um das Naturkundemuseum Karlsruhe mit seiner fachlichen Kompetenz in die Taxono- mie-Initiative einzubeziehen. An den erwähnten Grundlagenwerken zum Ar- tenschutzprogramm Baden-Württembergs betei- ligt war auch die langjährige SMNK-Mitarbeiterin M onika B raun , die Initiatorin und Leiterin des vom Land unterstützten 10-jährigen Projekts „Wildle- bende Säugetiere in Baden-Württemberg“ sowie 2003 und 2005 Mitherausgeberin und -autorin der beiden Grundlagenbände über die Säugetiere des Landes war. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit im Bereich der Museumspädagogik (seit 1983) und später als Leiterin der Abteilung Kommunikation (ab 2009) war Frau B raun viele Jahre ehrenamtlich im Fledermausschutz tätig. Schon früh nach dem Biologie-Studium entwickelte sie das Forschungs- projekt „Fledermausschutz-Programm Nordba- den“. Über 37 Jahre lang hat sie die am SMNK angesiedelte „Koordinationsstelle für Fledermaus- schutz Nordbaden“ aufgebaut und geleitet und stand für Fragen aller Art rund um die Gefährdung und den Schutz von Fledermäusen zur Verfügung. In diesem Zusammenhang hat Frau B raun auch Abbildung 5. Die Wanderausstellung „Planet 3.0 – Klima. Leben. Zukunft“ zeigt bei ihrem Blick in die Erdgeschichte, dass die Erde vor etwa 635 Millionen Jahren großteils vereist war.
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