Carolinea 78

S taatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 249 ler und Präparatoren des Naturkundemuseums über ihre Arbeit. In zahlreichen Führungen für Erwachsene und Kinder wurden die Daueraus- stellungen und die aktuelle Sonderausstellung „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“ vorgestellt. Die Abteilung Kommunikation lud alle Vorschul- kinder in die Forscherwerkstatt ein und stellte darüber hinaus Schulprojekte sowie den neuen Forscherkurs für Mädchen und Jungen im Alter zwischen 9 und 11 Jahren vor. Der Förderverein „Freunde des Naturkundemuseums Karlsruhe e. V.“ sorgte einmal mehr für das leibliche Wohl. Am 7.12.2019 wurde der Workshop „Das Gold der Meere – Bernsteine schleifen“ angeboten. Hier konnten alle Teilnehmerinnen und Teilneh- mer im Alter von 9 bis 99 Jahren erleben, wie aus einem unscheinbaren rohen Bernstein in Hand- arbeit ein echtes Schmuckstück wird. Unter An- leitung wurde das „Gold der Meere“ geschliffen und poliert, bis es glänzte und leuchtete. Neben- bei erfuhr man interessante Details zum Thema Bernstein, betrachtete darin eingeschlossene Insekten und lernte, wie man mithilfe von ein- fachen Experimenten echte Bernsteine erkennt. 1.3 Abteilung Geowissenschaften In der Abteilung Geowissenschaften war der Be- ginn des Jahres noch von der Großen Landes- ausstellung „Flusspferde am Oberrhein – wie war die Eiszeit wirklich?“ geprägt.Wegen des großen Interesses wurde die Laufzeit der Ausstellung um drei Monate bis zum 28.4.2019 verlängert. Danach musste sie rasch abgebaut werden, um für die nächste große Sonderausstellung Platz zu schaffen. Vor allem die großen, lebensech- ten Modelle von Nashörnern, Wasserbüffel und Flusspferd wurden von den Mitarbeitern der geo- wissenschaftlichen Präparation gut verpackt und ausgelagert. Sie sind für eine bereits in Planung befindliche Dauerausstellung zum Thema Pleis­ tozän vorgesehen. Im Referat Geologie, Mineralogie und Sedimen- tologie erfreute sich erneut die Mineralogische Sammlung internationaler Aufmerksamkeit. Zwei Kolleginnen aus Sankt Petersburg und Moskau suchten Stücke aus der Sammlung von Katha- rina der Großen, die nach deren Tod von ihren Erben in alle Welt verschenkt und verkauft wor- den waren. Da unser Haus über mehrere Schen- kungen aus dem Russland dieser Zeit verfügt, stand auch Karlsruhe auf dem Reiseplan. Leider sind große Teile der „Russischen Sammlung“ in den Kriegs- und Nachkriegswirren verloren ge- gangen. Dennoch gelang es, einige der Pracht- stufen aufzufinden, so zum Beispiel die große Malachit-Azurit-Scheibe sowie wertvolle Berylle und Topase, die sich zurzeit in unserer Dauer- ausstellung befinden. Diese Stücke wurden fachgerecht fotografiert und sollen in einer rus- sischen Mineralienzeitschrift publiziert werden. Da kontinentale Karbonatablagerungen wie Calcrets/Calcisols, Seekreiden, Travertine und Abbildung 11. Mitarbeiten- de der Abteilung Kommu- nikation auf Fortbildung im Deutschen Museum in München. Dr. A ndreas G undelwein , der dortige Leiter des Bereichs Aus- stellungen und Samm- lungen, erläutert die ak- tuellen Ausstellungen vor dem Hintergrund der um- fangreichen Umbaumaß- nahmen.

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