Carolinea 78

94 Carolinea 78 (2020) dabei entstehenden Luftströmungen für Akku- mulationseffekte von Insekten im Bereich der WEA-Kanzel verantwortlich sein könnte. Folgeuntersuchungen sollten darüber hinaus über mindestens eine Vegetationsperiode durch- gängig erfolgen, um die Aussagekraft deutlich zu verbessern und dadurch die Gefahr von Fehlinterpretieren durch mögliche Einzelereig- nisse konsequent zu eliminieren. Hierzu kann die Kameratechnik auf der WEA-Kanzel einen wertvollen Beitrag leisten, weil mit ihr eine Fern- kontrolle des Sammelgefäßes erfolgen kann und Leerungen nur dann erfolgen müssen, wenn sich die Menge gesammelter Arthropoden sichtbar erhöht hat. Damit wären die Fallenleerungen auf der WEA unter Umständen mit relativ geringem zeitlichem Aufwand durchführbar. Zur Erweiterung des Beprobungsdesigns schla- gen wir den Einsatz einer zweiten Falle unter- halb der Kanzel vor, um Akkumulationseffekte durch einen möglichen Sog der Wärmefahne oder auch Hilltopping-Effekte zu erfassen. Der Einsatz von neutralen Klebefallen (nicht Gelbta- feln mit potenzieller Anlockwirkung) könnte zu- sätzliche Erkenntnisse über das Auftreten von Insekten als „Luftplankton“ liefern. Auch sollten zukünftig begleitende Untersuchungen zur Fle- dermausaktivität erfolgen und eine nachtgenaue Korrelation dieser Ergebnisse mit den durch Fal- lenfänge ermittelten Abundanzen der Insekten ermöglichen. Dank An erster Stelle danken wir C hristopher P aton (LUBW) für die Initiierung dieser Studie sowie für seine Anre- gungen und die fachliche Diskussion. A xel H übner und K onstantin N tatsios von der Firma QREON GmbH danken wir für ihre Unterstützung bei der Installation der Lichtfalle auf der WEA und ihre Begleitung beim Befahren der Anlage. M ichael K uglstatter (ICT) dan- ken wir für die Terminkoordination und Begleitungen bei den Fahrten auf die Kanzel sowie das Übermitteln von Temperatur-, Wind- und Betriebsdaten der WEA, ebenso seinen Kollegen L othar H eck und T obias G er - ber für ihre Unterstützung beim Befahren der WEA. S tefanie M ackensen (Karlsruhe) danken wir für ihre Un- terstützung beim Sortieren und Auszählen der Fallen- fänge, U lrich R atzel (Karlsruhe) für Angaben zur WEA- Nutzung in Baden-Württemberg und A xel S teiner für die sprachliche Überarbeitung des Abstracts. Dr. E lsa N ickel (Bonn), G ünter E bert (Stutensee) Dr. A ndreas K rüss (Bonn) und Dr. J örg -U we M eineke (Kippenheim) haben das Manuskript gelesen und wertvolle Hinwei- se gegeben. Schließlich danken wir den zuständigen Kolleginnen und Kollegen des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Referate 55 und 56, für die erteilte Ausnah- megenehmigung zur Verwendung abtötender Lichtfal- len für diese Untersuchung. Literatur A rlettaz , R. 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