162
andrias, 17
(2008)
bekannt war. Jene Belege stellen die einzigen
Nachweise in Baden-Württemberg dar.
Eine Durchsicht der im Odenwald gesammelten
eigenen Belege von
Diplotomma alboatrum
er-
gab, dass zwei hessische Aufsammlungen zu
D.
lutosum
gehören. Ausschlaggebend für die Zu-
ordnung der Belege zu dieser allgemein wenig
bekannten Art waren die folgenden Merkmale:
Vorkommen von ausschließlich 4-zelligen Spo-
ren, Mark K-, J+ blau. Die Lagerbeschaffenheit
ist ± uneinheitlich, wobei makroskopisch eine
große Ähnlichkeit mit
Diplotomma alboatrum
oder
D. porphyricum
besteht, die beide mauer-
förmige Sporen besitzen. Eine sichere Trennung
im Gelände dürfte kaum möglich sein.
F: 6217-4: Wegrand n vom Alsbacher Schloss,
185 m, 21.08.1993, C-E (C-E 2213) — 6320-1:
Friedhof von Würzberg, 540 m, 04.01.1992,
C-E (C-E 2017)
#
Diplotomma murorum
(A.Massal.) Coppins
L: Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1864: S. 86 (Nr. 13),
B
AUSCH
1869: Nr. 310 p.p.
Die historische Angabe in der Flora von Z
WACKH
-
H
OLZHAUSEN
(1864) von
Rhizocarpon epipolium
var.
murorum
ist vermutlich mit
Diplotomma
murorum
zu synonymisieren. Die von C
OPPINS
(H
AWKSWORTH
et al. 1980) neu kombinierte Art
wächst auf
Caloplaca teicholyta
und soll nach
P
URVIS
et al. (1992)
Diplotomma alboatrum
sehr
nahe stehen.
Für Deutschland ist das Vorkommen dieser sel-
tenen Art bisher nicht bekannt geworden. Nach
B
AUSCH
(1869) soll sich jedoch ein Beleg unter
Hepp Exsiccat Nr. 30 befinden (von uns nicht ge-
sehen). Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
(1864) gibt folgende
Beschreibung: „An einer Sandsteinmauer gegen
den Kirchhof hinter der Ultramarinfabrik. Sp.
braun, 4-zellig, zu 8 in ascis, 12–16 [μm] lang,
7–9 [μm] breit, Hypothecium schwarzbraun”. Da
er keine Angaben darüber macht, dass er die Art
auf einer anderen Flechte wachsend beobachte-
te, gehen wir davon aus, dass es sich um eine
epilithisch wachsende Form von
Diplotomma al-
boatrum
und nicht um
D. murorum
handelte.
# Diplotomma pharcidium (Ach.) M.Choisy
syn.: Buellia pharcidia (Ach.) Malme
L: Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1883: Nr. 410 p.p., B
EHR
1954a: Nr. 483 p.p.
Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
(1883) führt eine als „
Leci-
dea alboatra
var
. athroa
Ach“ bezeichnete Auf-
sammlung (Zw. L. 123 C) an, die er in seiner
Publikation von 1862 noch „
Rhizocarpon alboa-
trum
var.
populorum
(Mass.)“ (=
Diplotomma
populorum
) nannte.
Buellia alboatra
var
. athroa
wird bei C
LAUZADE
& R
OUX
(1985) als Synonym
von
Buellia pharcidia
(=
Diplotomma pharcidium
)
angegeben.
Diplotomma pharcidium
und
Diplo-
tomma populorum
scheinen sich sehr nahe zu
stehen. Nach L
ITTERSKI
(1999) sind für
Diplotom-
ma pharcidium
innerhalb Deutschlands aktuelle
Vorkommen nur noch aus Schleswig-Holstein
bekannt (publiziert von J
ACOBSEN
1992).
Nach W
IRTH
(1995b) ist eine Zugehörigkeit der
Sippe zu
Diplotomma alboatrum
durchaus mög-
lich.
# Diplotomma populorum A.Massal.
syn.: Buellia p. (A.Massal.) Clauz. & Roux
L: Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1862: Nr. 237 p.p., B
AUSCH
1869: Nr. 309
Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
(1862) führt in seiner Hei-
delberger Flora unter der Bezeichnung „
Rhizo-
carpon
[
Diplotomma
]
alboatrum
var.
populorum
eine Flechte an, die er „selten an Nussbäumen
am Stifte“ fand. Ob diese Sippe tatsächlich Art-
rang verdient, ist noch zu prüfen. In N
IMIS
(1993)
und C
LAUZADE
& R
OUX
(1985) wird
Diplotomma
populorum
als eigene Art geführt, während sie in
$IPLOTOMMA LUTOSUM
1...,152,153,154,155,156,157,158,159,160,161 163,164,165,166,167,168,169,170,171,172,...532