Carolinea 77

128 Carolinea 77 (2019) tungszeitpunkt (20.7.) sehr wahrscheinlich nach der möglichen Flugzeit in dieser Höhenlage. Eine Verwechslung mit L. dispar ist am ehesten anzu- nehmen. 9 Phengaris teleius, P. nausithous (Heller und Dunkler Wiesenknopf- Ameisenbläuling) 9.1 Verbreitung Die zwei Arten von Wiesenknopf-Ameisenbläu- lingen (Abb. 60, 61) sind europarechtlich streng geschützt (FFH-Arten, s. Einleitung). Die deutlich seltenere Art ist P. teleius , welche landesweit in den letzten Jahren erhebliche Rückgänge zu verzeichnen hat, so auch in der Jagst-Kocher- Region. Früher besiedelte P. teleius ein größeres, vermutlich zusammenhängendes Areal in den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen, jedoch ist dieses inzwischen stark geschrumpft, und die verbleibenden Populationen sind voneinander isoliert (Abb. 58). Im Westen des Untersuchungs- gebiets findet sich noch ein bedeutender Ver- bund von P. teleius -Vorkommen auf dem Gebiet der Gemeinde Wüstenrot (Lkr. Heilbronn) und in angrenzenden Bereichen des Hohenlohekreises und des Landkreises Schwäbisch Hall. Südlich von Vellberg existierten bis vor kurzem mehre- re benachbarte Vorkommen im Bühlertal (Gem. Bühlertann, Lkr. Schwäbisch Hall), von denen jedoch nach ungünstigen Entwicklungen bei der Grünlandbewirtschaftung nur noch ein bis zwei (Abb. 62) erhalten geblieben sind. Die früher be- Abbildung 57. Fundorte von Lycaena hippothoe in der Jagst-Kocher-Region aus der LDS-BW (graue Quadrate, mit Jahr des letzten Nachweises) und Orte der Nachsuche während der Studie (leere Quadrate). – Grafik: R obert G üsten . Creative Commons ( B ernd H aynold )

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1Mjc=