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Die Arten
des Marks mit Kalilauge. Im Gegensatz zur No-
minatsippe wächst
Physcia dubia
var.
teretius-
cula
nach S
ÉRUSIAUX
et al. (2004) zudem nahezu
ausschließlich auf natürlichen Gesteinssubstra-
ten in wärmebegünstigten Lagen (vgl. auch W
IRTH
1972). Diese standörtliche Charakterisierung
kann für das Untersuchungsgebiet bestätigt wer-
den, wo die Sippe ausschließlich in exponierten
Lagen der Bergstraße und des Neckartales fest-
gestellt wurde.
# Physcia leptalea (Ach.) DC.
syn.: P. semipinnata (J.F.Gmel.) Moberg
L: Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1883: Nr. 154 (S. 83)
Die früher in niederen, milden Lagen Deutsch-
lands mehrfach aufgefundene
Physcia leptalea
wird von Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
(1883) von „Eschen
bei Handschuhsheim” angegeben. Es wurde
keine entsprechende Aufsammlung dieser in
wintermilden Gebieten West- und Südeuropas
weit verbreiteten Flechtenart gesehen, weshalb
weder die Bestimmung überprüft noch geklärt
werden konnte, ob sich der ehemalige Wuchsort
im Untersuchungsgebiet befindet. Daher wird die
Angabe von Zwackh-Holzhausen nicht übernom-
men.
Physcia semipinnata (J.F.Gmel.) Moberg
Physcia leptalea
Physcia stellaris
(L.) Nyl.
Sternflechte
F
¹ ¹
51
Ò
L: B
AUER
1859: Nr. 100, Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1862: Nr. 46 p.p., B
AUSCH
1869: Nr. 102 p.p.,
Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1883: Nr. 154, B
ERTSCH
1964: Nr. 255, W
IRTH
1995b: Abb.
V: m. selten (HE, BW, BY) – meist an Holunder,
auch an Walnuss, Zitterpappel, Apfelbaum,
Esche, Weide, Schlehe, Birnbaum, Linde,
Ahorn, Eiche u.a.; selten auf Holz oder Ge-
stein
Physcia stellaris
weist nicht nur eine ähnliche
Ökologie wie die gelegentlich mit ihr vergesell-
schaftete
Physcia aipolia
auf, ihre Bestandes-
entwicklung der letzten Jahre ist auch ähnlich.
Durch die hohen sauren Immissionen der Nach-
kriegszeit war
Physcia stellaris
im Odenwald fast
verschwunden, doch seit etwa einem Jahrzehnt
haben die Bestände sich nicht nur erholt, sondern
ihre historische (Mitte des 19. Jahrhunderts) Aus-
dehnung und Größe übertroffen. Ursache dieser
Entwicklung ist die Eutrophierung weiter Teile
des Odenwaldes (Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1883: nur
„an Nussbäumen bei Handschuhsheim”).
Physcia tenella
(Scop.) DC. var.
tenella
Zarte Schwielenflechte
F
¹ ¹
99
Ï
L: Z
WACKH
-H
OLZHAUSEN
1862: Nr. 46 p.p., Z
WACKH
-
H
OLZHAUSEN
1883: Nr. 155, B
EHR
1954a: Nr.
0HYSCIA DUBIA VAR TERETIUSCULA
0HYSCIA STELLARIS
1...,327,328,329,330,331,332,333,334,335,336 338,339,340,341,342,343,344,345,346,347,...532