Objekte der zoologischen Sammlungen

Zoologische Sammlungen

Von den Beständen aus der Zeit der Markgräfin Caroline Luise und des ersten Direktors Carl Christian Gmelin finden sich heute nur noch Spuren in den zoologischen Sammlungen. Durch Brände nach Bombardierungen Karlsruhes 1942 und 1944 wurden die meisten zoologischen Schauobjekte und Sammlungsteile im Museumsgebäude und im Schloss, wohin Reste zunächst ausgelagert worden waren, vernichtet. Nur die Mollusken-Sammlung ist bis heute weitgehend erhalten.

Die ältesten zurück verfolgbaren Objekte der Wirbeltiersammlung des Museums, deren Umfang durch alte Inventarbücher und Zettelsammlungen belegt ist, sind einzelne, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erworbene oder gestiftete wertvolle Schädel, wie der eines Javatigers sowie eine kleine Sammlung von exotischen Vögeln. Auch Präparate heute ausgestorbener Arten: drei Wandertauben, ein Karolinasittich und ein Lappenhopf stellen besondere Schätze der Sammlung dar.

In der Wirbellosensammlung liegt ein Schwerpunkt bei den Spinnentieren (Arachnida), die der ehemalige Abteilungsleiter Prof. Dr. Beck und später auch der derzeitige Abteilungsleiter Dr. Höfer in Südamerika und Europa im Rahmen wissenschaftlicher Projekte gesammelt haben. Ein weiterer Schwerpunkt sind umfangreiche Probensammlungen aus den langjährigen Untersuchungen der bodenzoologischen Arbeitsgruppe - über eine Million identifizierte Individuen der Bodenmakrofauna (Käfer, Spinnentiere, Hundert- und Tausendfüßer, Schnecken, Asseln) sowie der Bodenmesofauna (Milben und Springschwänze).

Weitere wissenschaftlich bedeutende Spezialsammlungen umfassen Fadenwürmer (Nematoda: etwa 100 Sammlungsnummern, große Belegsammlung), die Weichtiere (Mollusca: 25.000 Sammlgs.Nr.), und die weltweit nachgefragte Sammlung von Ruderfußkrebsen (Copepoda: 19.000 Sammlg.-Nr.) aus dem Nachlass von Friedrich Kiefer.

Sammlung ausgestorbener Vogelarten
Sammlung ausgestorbener Vogelarten
Spinnensammlung
Schädelsammlung